Großbaustelle prägt das Dorfbild nachhaltig

Sanierung der Ortsdurchfahrt in Engelbach noch bis Ende August

eingestellt am 25.05.2015

Text und Fotos von Richard Kempe

Engelbach, ein Dorf im Baustellen-Modus. Seit einem halben Jahr prägen Bagger, Raupen und mit Erdaushub beladene LKW das Ortsbild in dem 330-Seelendorf. Die aktuelle Situation hat der Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung beraten.

Die Maßnahme „Erneuerung der Ortsdurchfahrt im Zuge der Landesstraße 3091“ liegt voll im Plan. Dies teilte Ortsvorsteher Eckhard Müller in der mit gut einem Dutzend Zuhörern ungewöhnlich gut besuchten Sitzung mit. Der erste Bauabschnitt ist mit der Fertigstellung der Straße Pferdsbach bis zum Brückenneubau in der Ortsmitte abgeschlossen. Der zweite Abschnitt umfasst nun die Kurhessenstraße vom Kirchplatz aus bis zum Ortsausgang in Richtung Treisbach und ist bereits begonnen, die Brücke allerdings noch nicht fertig gestellt. Bis Ende August ist die Gesamtmaßnahme terminiert. Die Bushaltestelle befindet sich neuerdings im Hofacker, so dass die teils als problematisch empfundene Umleitung über die Engelbergstraße nicht mehr benötig wird.

Das wirft automatisch die Frage nach der Zukunft der „ertüchtigten“ Brücke in der Engelbergstraße auf, die im Ortsbeirat erörtert wurde. In Frage stand dabei, ob die Brücke durch Rückbau wieder in den alten Zustand versetzt werden soll, ob ein völliger Neubau in Betracht gezogen werden soll oder der jetzige Zustand weitgehend beibehalten werden soll. In ausgiebiger Beratung vor allem auch mit direkten Anliegern zeigte man sich einem Neubau gegenüber nicht abgeneigt. Klärungsbedarf gab es aber bei der wichtigen Frage nach den Kosten, der möglichen Beteiligung der Anlieger und welche Anlieger ggf. an Kosten beteiligt würden. Bis zu einer nächsten Zusammenkunft will der Ortsbeirat entsprechende Informationen einholen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die marode Ufermauer des Engelbachs in Nähe der Brücke in der Dorfmitte. Statt der aufwändigen Erneuerung mit Bruchsteinen wurde eine Lösung mit Spundwänden ins Gespräch gebracht. Allerdings ist nach Mitteilung von Ortsvorsteher Müller in allen Fällen nicht geklärt, wer die Kosten für eine Sanierung in diesem Bereich tragen solle. Mit Beschluss des Ortsbeirats soll die Stadt Biedenkopf gebeten werden, ein Konzept zu erarbeiten, über das dann noch befunden werden soll.

Zur endgültigen Gestaltung des Dorfmittelpunkts im Bereich von Kirche und Backhaus als letzter Maßnahme der zu Ende gehenden Dorferneuerung gab der Ortsvorsteher näheren Einzelheiten zur Kenntnis. So soll das Areal bepflastert werden, darüber hinaus an verschiedenen Stellen Bäume gepflanzt und eine Infotafel sowie Fahrradständer und Ruhebänke aufgestellt werden. Vorgesehen ist ferner die Aufstellung eines Gedenksteines für die 777-Jahrfeier, die das Dorf im vergangenen Jahr gefeiert hat. Komplettiert wird der Ortsmittelpunkt durch den Bau einer komfortablen Stromversorgung nahe der Kirche, die für die Durchführung von Festen benötigt wird.

Schließlich wurde über die Verwendung der Ortsbeiratsmittel sowie eines Restbetrags aus einer Spende der Jagdgenossen beraten und beschlossen. Die vorhandenen Gelder sollen weitgehend zur Verbesserung der Infrastruktur im und um das Dorfgemeinschaftshaus verwendet werden.

Erster Abschnitt erledigt: Die Straße Pferdsbach in Engelbach bis zur Brücke bei der Kirche ist wieder befahrbar

 

 

Marode Ufermauer am Engelbach in der Dorfmitte: Sind Spundwände eine Lösung?