Pflege dörflichen Kulturgutes

JHV beim Heimatverein Engelbach: Gemeinnützigkeit anstreben

eingestellt am 22.02.2016

Text und Foto von Richard Kempe

Der Heimatverein Engelbach ist seit seiner Gründung vor fast 28 Jahren fester Bestandteil des kulturellen Lebens im Dorf und dokumentiert das alljährlich z.B. durch mindestens drei Tage der offenen Tür im vereinseigenen Dorfmuseum im Backhaus. So auch im Berichtsjahr 2015, wie Vorsitzender Guido Schreiner in der Jahreshauptversammlung betonte.

Unfreiwillig aktuell wegen deren Schließung war die Grundschule als Thema einer Fotoausstellung, darüber hinaus wurde in Sonderausstellungen der Bergbau im heimischen Raum thematisiert und eine ansehnliche Sammlung von alten Bibeln und Kirchenbüchern präsentiert.

Damit dies alles im würdigen Rahmen geschehen konnte, hat der Heimatverein kontinuierlich für die Renovierung der Ausstellungsräume sowie des Treppenhauses im Backhaus gesorgt und darüber hinaus sich der regelmäßigen Pflege der Museumbestände gekümmert. Guido Schreiner räumte in diesem Zusammenhang ein, dass man bei der Instandhaltung der früheren Dreschhalle am Ortsrand zwecks Unterbringung größerer Gerätschaften noch erheblichen Handlungsbedarf habe.

Ausdrücklich lobte der Vorsitzende das Team Heimatmuseum mit Birgit und Margit Müller und Doris Weigand. Margit Müller, die ihre Mitarbeit jüngst „zurückgefahren“ habe, dankte er für ihre langjährige Tätigkeit.

Dank galt auch den zahlreichen Spendern von Ausstellungsgegenständen aus Engelbach und anderen Dörfern, die den Museumsbestand immer wieder bereicherten. Nicht zuletzt dieser Tatsache sei das Bestreben des Vereins geschuldet, die Bestände gezielt zu inventarisieren. Für diese Maßnahme habe Andreas Heiner (Dexbach) seine Mitarbeit angeboten, die man gern annehme.

Die Mitglieder nahmen nach dem Bericht des Vorsitzenden auch die Ausführungen der Fachwarte und von Kassierer Karl-Friedrich Salzmann zur Kenntnis, ehe nach dem Vortrag der Kassenprüfer Lothar Achenbach und Roswitha Bachmann dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt wurde.

Im Programm für das gerade begonnene Jahr sind erneut drei Tage der offenen Tür vorgesehen. Für den 13. März hat Helmut Dönges eine Sammlung interessanter Werbeanzeigen aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts vorbereitet während für den Sommertermin das autobiografische Werk von Elvira Achenbach geb. Schmidt im Mittelpunkt stehen soll, in dem die Autorin über ihre Vertreibung und Ankommen und Einleben in Engelbach authentisch berichtet. Noch nicht festgelegt hat man sich für ein Thema in der Herbstausstellung, dafür werden Vorschläge noch entgegengenommen.

Einstimmig beschlossen wurde in der Versammlung nach eingehender Erörterung des Themas, die Eintragung des Heimatvereins als „gemeinnütziger Verein“ anzustreben. Der Vorstand wurde beauftragt, entsprechende Vorbereitungen zu treffen und der nächsten Versammlung vorzulegen.

 

Die Grundschule Engelbach war Gegenstand einer Fotoausstellung des Heimatvereins – wenige Wochen später wurde sie geschlossen