Feuerwehr Engelbach feiert 60. Geburtstag

Drei Einsatzfälle gab es im vergangenen Jahr für die Aktiven

eingestellt am 15.02.2016

Text und Fotos von Richard Kempe

Die Freiwillige Feuerwehr Engelbach feiert 2016 ihr 60-jähriges Bestehen. Die Vorbereitungen für dieses Jubiläum sind weitestgehend abgeschlossen. Indes war auch das Jahr 2015 als erstes „Amtsjahr“ für Wehrführer Sebastian Stasiuk nicht ohne Höhepunkte.

Neben 20 Übungen mit Fahrzeug und gerät gab es auch drei Alarmierungen bei Ernstfällen, die allesamt bravourös abgearbeitet werden konnten. Dies geht aus dem Bericht des Wehrführers in der Jahreshauptversammlung hervor. So wurde Anfang des Jahres bei Blitzeis dem Rettungsdienst Schützenhilfe geleistet, damit am Kindergarten eine gestürzte Person behandelt werden konnte. Im Sommer rückten die Kameraden aus, um nach einem Sturm in der Gemarkung „Junkernwald“ Geäst von der Landesstraße zu entfernen und Anfang Dezember wurde der Rettungsdienst beim Retten einer hilflosen Person im Ortsbereich per „Notfall-Türöffnung“ wirksam unterstützt.

In allen Fällen waren die Wehrleute schnellstens vor Ort, gleichwohl brachte Wehrführer Stasiuk bei dieser Gelegenheit erneut die Forderung nach Einführung der SMS-Alarmierung ins Gespräch, weil tagsüber längst nicht alle Einsatzkräfte zu Hause erreichbar seien.

Jenseits der Ernstfälle nahm die Feuerwehr im Berichtsjahr auch am geselligen Leben im Dorf teil, trug mit den traditionellen Dämmerschoppen selber zum Veranstaltungsprogramm bei und beteiligte sich überdies an den verschiedensten Veranstaltungen im Bereich der Stadt Biedenkopf und anderer befreundeter Feuerwehren.

Im neuen Jahr stehen wie schon in der Vergangenheit die Teilnahme mehrerer Kameraden an Fortbildungslehrgängen und insgesamt 18 Übungen auf dem Programm. Das Jubiläum zum 60.Geburtstag der Wehr ist für den 18. und 19. Juni terminiert. Am Samstag, den 18. findet an und in der Schutzhütte ein Festkommers statt, bei dem nach dem offiziellen Teil das „Duo Urgestein mit Anke“ für Stimmung sorgen soll. Tags darauf ist ein Frühschoppen mit anschließendem Familientag geplant, bei dem die Kapelle „Rothaarsound“ aufspielen wird.

Der Einsatzabteilung gehören gegenwärtig vierzehn Aktive an, nachdem aktuell drei Mitglieder in die Alters- und Ehrenabteilung gewechselt sind und darüber hinaus eine neue Kameradin als erste Feuerwehrfrau in Engelbach sich der Truppe angeschlossen hat.

Im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung standen auch Ehrungen und Beförderungen an. Für 25 Jahre passiver Mitgliedschaft wurden Frank Koch und in Abwesenheit Manfred Dönges geehrt. Gemeinsam nahmen anschließend der stellvertretende Stadtbrandinspektor Martin Herterich und Stadtrat Matthias Riedesel die Beförderungen vor: Sebastian Stasiuk, Björn Schmidt und Lutz Schmidt wurden zu Oberlöschmeistern ernannt und erhielten dementsprechende Urkunden.

Grußworte sprachen Stadtrat Matthias Riedesel mit einem kurzweiligen Beitrag, der stellvertretende Stadtbrandinspektor Martin Herterich und Engelbachs Ortsvorsteher Eckhard Müller. Angesprochen wurde dabei das Problem Jugendfeuerwehr ebenso wie das Lob für die erste Kameradin in der Engelbacher Wehr und durch Eckhard Müller für den jungen Wehrführer Stasiuk in seinem ersten Amtsjahr. Welchen Stellenwert der Ortsbeirat dem Brandschutz beimesse, so Müller, zeige sich daran, dass alle drei Mitglieder des Gremiums der Einsatzabteilung angehörten.

Ehrungen und Beförderungen in Engelbach: Stadtrat Riedesel (links) und Martin Herterich  (rechts) mit den ausgezeichneten (v.l.) Frank Koch, Lutz Schmidt, Björn Schmidt und Sebastian Stasiuk

105 Jahre aktiven Dienstes

In die Alters- und Ehrenabteilung der Engelbacher Feuerwehr feierlich entlassen wurden nach zusammengezählt 105 aktiven Dienstjahren Walter Dersch, Erwin Dersch und Manfred Koch und aus diesem Anlass mit Ehrengeschenken versehen. Wehrführer Sebastian Stasiuk würdigte die Ausscheidenden als Kameraden, auf die man sich stets habe verlassen können. Insgesamt hätten sie 18 Lehrgänge absolviert und seien schon für 25, 30 und 35 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet worden. Alle drei hätten sich darüber hinaus durch aktive Vorstandsarbeit und die Tätigkeit für die Nachwuchsabteilung große Verdienste erworben.

Manfred Koch habe jahrelang als stv. Wehrführer und Wehrführer fungiert, Walter Dersch habe zehn Jahre lang das Amt des Kassierers bekleidet und Erwin Dersch sei als die „gute Seele der Wehr“ und „Hausmeister des Roten Hahns“ gar unverzichtbar.

Neben Erinnerungsplaketten erhielten die Geehrten zum Andenken ihre Einsatzhelme aus aktiver Zeit, versehen mit allen Unterschriften ihrer Kameraden. (ke)

 

In die Alters- und Ehrenabteilung verabschiedet von Wehrführer Sebastian Stasiuk (l.) und seinem Stellvertreter Björn Schmidt (r.) die neuen „Ruheständler“ Walter Dersch, Manfred Koch und Erwin Dersch (v.l.)